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Unter einem philatelistischen Katalog oder einem Briefmarkenkatalog versteht man die systematische Aufarbeitung eines fest umrissenen Sammelgebiets mit zusätzlicher Wertangabe pro Sammelobjekt. Das Ziel ist die Orientierung des Sammlers und des Fachpublikums bei der Bestimmung des philatelistischen Sammelobjekts, dessen Eigenschaften und/oder dessen Wert.

Die Wertangabe kann in einer gebräuchlichen Währung, wie Euro oder Dollar angegeben werden, es gibt aber auch Katalog, die mit einem Punktesystem arbeiten, um Währungsschwankungen und -wechsel auszugleichen. Dabei wird einfach die Basiseinheit, beispielsweise 1 Punkt in die Zielwährung "übersetzt" (zum Beispiel 1 Punkt = 1 Euro), womit sich dann automatisch alle Bewertungen im Katalog anpassen.

Das Punktesystem ist besonders geeignet, wenn es um Kataloge geht, die aufgrund ihrer Spezialisierung lange ohne eine Aktualisierung auskommen müssen. Kommerzielle Kataloge hingegen bevorzugen eher die Ausweisung in einer Währung, weil dies einfacher zu benutzen ist, aber auch weil die Verlage ein Interesse an häufiger Aktualisierung haben.

Als Systematik zum Aufbau eines Katalogs können verschiedene Ordnungssysteme dienen, wie der Aufbau nach

-Ländern -Chronologie der Veröffentlichung -Motivwahl -Themenwahl -Farbgebung

In der Praxis wird oft eine Kombination von nationaler Einheit (Land) und Zeitpunkt der Veröffentlichung gewählt (Chronologie). Weniger häufig sind die Organisation nach verwendetem Motiv, Farbgebung oder Thema.

Die verwendete Systematik ist einer der wesentlichen Punkte im Aufbau eines Katalogs und von daher unterliegt die daraus folgende Nummerierung der Sammlerobjekte auch dem urheberrechtlichen Schutz. Die Bezeichnung zum Beispiel einer Briefmarke mit der entsprechenden Nummer eines Kataloges im gewerblichen Umfeld bedarf daher von Rechts wegen immer der Genehmigung des Katalogverlags, siehe Michel-Systematik.

Als im Katalog aufgeführte Sammlerobjekte werden praktisch alle philatelistischen Einheiten verwendet, von Briefen, Stempeln, Ganzsachen, Abarten und Fehldrucken bis hin zu offiziellen oder privat erstellten Briefmarke. Die meisten Kataloge, sofern sie sich nicht hoch spezialisiert haben, benutzen jedoch als Grundgesamtheit offiziell von Organisationen mit Posthoheit ausgegebene Wertzeichen.

Der Katalog selbst kann sowohl in gedruckter, als auch in elektronischer Form vorliegen - bei letzterem unterscheidet man zusätzlich noch die Art des Zugangs: Liegt der Katalog als CD-Rom vor, spricht man von einem offline Katalog. Greift der Benutzer hingegen über das Internet auf den Datenbestand zu, spricht man von einem online Katalog.

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